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Magnesium – der unterschätzte Nährstoff?

In der Düngeplanung liegt ein sehr hohes Augenmerk auf dem Einsatz von Stickstoff, Phosphor und Kalium. Da nur eine ausgewogene Versorgung mit allen Nährstoffen ein optimales Pflanzenwachstum ermöglicht, lohnt es sich, den häufig unterschätzten Makronährstoff Magnesium näher zu betrachten. Kennen Sie die genaue Funktionweise dieses Nährstoffes? Falls nicht oder wenn Sie ihr Wissen auffrischen möchten, lernen Sie hier im Artikel und in dem zugehörigen Video das Potential einer gezielten Magnesiumdüngung kennen.

+++ Webinarankündigung +++

Intensivkurs zur Magnesiumdüngung erwünscht? Die KALI Akademie bietet am 17. November (10 Uhr) ein Webinar zum Thema Magnesium. Referent ist der international renommierte Pflanzenphysiologe Prof. Dr. Ismail Cakmak. Zur kostenlosen Anmeldung geht es hier.

 

Magnesium unterstützt Bildung und Abtransport von Kohlenhydraten

Magnesium ist ein essenzieller Pflanzennährstoff und hat in der Pflanze viele Funktionen – in den Blättern, Wurzeln und Ertragsorganen, wie zum Beispiel den Ähren, Kolben, Schoten oder Rübenkörpern. Zum Beispiel schützt Magnesium vor Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze oder vor hoher Sonneneinstrahlung. Zudem ist Magnesium als Zentralatom des Chlorophylls – also des Blattgrüns – an der Photosynthese beteiligt. So unterstützt Magnesium die Bildung von Kohlenhydraten. Diese werden während des gesamten Wachstums aller Pflanzen benötigt.

Aber Pflanzen brauchen Magnesium nicht nur, um Kohlenhydrate zu bilden, sondern auch um sie abzutransportieren. Magnesium ist Teil eines Energiekomplexes, mit dem die Leitbahnen der Pflanze beladen werden. So werden die Kohlenhydrate von den Blättern zu den Teilen der Pflanze gebracht, die sie zum Wachsen benötigen.

Warum brauchen Pflanzen Magnesium?

 

Bei Magnesiummangel ist dieser Transport gestört. Kohlenhydrate sammeln sich in den Blättern an und gelangen nicht an ihr Ziel. Die Wurzeln und Ertragsorgane werden nicht mehr ausreichend beliefert. Dieser Effekt auf das Wurzelwachstum tritt bei allen Kulturen auf – neben Weizen zum Beispiel auch bei Mais, Raps oder Zuckerrübe.

Bei allen Kulturen führt ein Magnesiummangel zuerst zur Beeinträchtigung des Wurzelwachstums, einige Zeit, bevor Mangelsymptome an den oberirdischen Teilen der Pflanze zu erkennen sind.

Magnesiummangel frühzeitig erkennen

Magnesiummangel lässt sich an Aufhellungen zwischen den Blattadern der älteren Blätter erkennen. Bei starkem Mangel entstehen an diesen Stellen Nekrosen. Dort kann dann keine Photosynthese mehr stattfinden. Bei länger anhaltendem Mg-Mangel treten Nekrosen und Rotfärbungen auch an den Stängeln auf. Bei gleichzeitigem Mangel und starker Sonneneinstrahlung verstärkt sich dieser Effekt.

Fotos zu Magnesiummangel bei Kulturpflanzen

Magnesiummangel bei Getreide (l.), Mais (Mitte) und Raps (r.).

Ein wichtiges Hilfsmittel – die KALI-TOOLBOX App

Wenn Sie im Feld dem Nährstoffmangel auf die Spur kommen wollen, dann empfehlen wir die App KALI-TOOLBOX. Damit können Sie die Mangelsymptome direkt vor Ort über Ihr Smartphone oder Tablet identifizieren. Neben vielen aussagekräftigen Bildern liefert die kostenlose App die passenden Nährstoffempfehlungen.

Fazit:

Magnesium ist entscheidend für eine gute Ernte. Pflanzen brauchen diesen Nährstoff für die Photosynthese und den Transport von Kohlenhydraten für Ertragsbildung und Wurzelwachstum – und somit für eine bessere Wasser- und Nährstoffversorgung bei Trockenheit. Zudem schützt Magnesium die Pflanzen vor Stressfaktoren wie einer starken Sonneneinstrahlung oder Hitze. Deshalb ist Magnesium bei der bedarfsgerechten Düngeplanung für die Boden- und Blattapplikation immer mit zu berücksichtigen.  

 

Weiterführende Informationen

Zur Nährstoffseite Magnesium

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