Forschen und Wissen verbreiten: Das IAPN

Die wachsende Weltbevölkerung, sich verändernde Ernährungsgewohnheiten und der Klimawandel stellen die Agrarforschung vor große Herausforderungen. Fragen zur effizienten Nutzung von Acker- und Weideland, Wasser und Pflanzennährstoffen spielen weltweit in der Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Eine der zentralen Fragen ist, wie sich durch ein intelligentes Nährstoffmanagement eine bessere Nutzung begrenzter Ressourcen wie Wasser und Boden erreichen lässt. In diesem Zusammenhang steht auch die Steigerung und Sicherung der Erträge und der Qualität der Ernteprodukte. Diesen und weiteren Themen widmet sich das von der K+S und der Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam getragene Institute of Applied Plant Nutrition – IAPN (Institut für Angewandte Pflanzenernährung).

Professor Andreas Gransee, Leiter Innovation Lab AgTech and Nutrition der K+S und Geschäftsführer des IAPN.

Wichtiger Beitrag zur Welternährung

„Mit dem IAPN stärken wir die anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung und Düngung“, erläutert Professor Andreas Gransee, Innovation Lab AgTech and Nutrition der K+S und Geschäftsführer des IAPN, das Engagement seines Unternehmens. Damit leistet der Hersteller von Kalium- und Magnesiumdüngern einen wichtigen Beitrag zu den Herausforderungen, vor denen die Agrarforschung steht. Der Landwirtschaft muss es gelingen, auch in Zukunft die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern und dabei die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen.

Prof. Dr. Klaus Dittert, Wissenschaftlicher Leiter des IAPN.

Forschungsschwerpunkt des IAPN

„Limitierende Faktoren wie Wasserknappheit oder Hitzestress müssen zukünftig in der Pflanzenernährung verstärkt berücksichtigt werden. Dies ist aktuell eine der größten Herausforderungen unserer Disziplin“, beschreibt Professor Dr. Klaus Dittert (wissenschaftlicher Leiter des IAPN) die drängenden Anforderungen an die Forschung. Er hat im Mai 2011 die wissenschaftliche Leitung des IAPN übernommen. „Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt des Instituts liegt daher auf der Frage, wie durch optimale Nährstoffversorgung die Wassernutzungseffizienz von Kulturpflanzen erhöht werden kann, um so auch bei geringem Wasserangebot gute Ernteerträge zu erreichen.“

Promotionsprojekte zur Wassernutzungseffizienz

Ende 2016 haben drei Doktoranden des IAPN ihre Promotionsprojekte erfolgreich abgeschlossen. Bei den Arbeiten standen Aspekte der Wassernutzungseffizienz von Kulturpflanzen im Fokus. Mehr zu den Forschungsprojekten am IAPN

 

Juniorprofessorin Prof. Dr. Merle Tränkner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAPN.

Juniorprofessur am IAPN

Die Juniorprofessur am IAPN wurde 2017 von Dr. Merle Tränkner übernommen. Im Mittelpunkt ihrer Forschungstätigkeit stehen angewandte Fragen der Ernährung von Kulturpflanzen und der Effizienz von eingesetzten Ressourcen, wie beispielsweise Wasser. Diese Fragestellungen bauen auf den bisher erzielten Forschungsergebnissen des IAPN auf. „Durch die stetig wachsende Weltbevölkerung und die Problematik der zunehmenden Ressourcenknappheit ist eine nachhaltige und ressourcenschonende, aber dennoch ausreichende Pflanzen- und Nahrungsmittelproduktion besonders wichtig“, so Merle Tränkner. „Die effiziente Nutzung von Wasser und Nährstoffen ist von zentraler Bedeutung für das Erzielen eines optimalen Pflanzenwachstums, und stellt zugleich eine spannende Forschungsherausforderung dar.“

Einblicke in die Arbeit des IAPN

Partnerschaft für konstruktiven Dialog zwischen Forschung und Praxis

Die K+S besitzt bereits ein breites Wissen zur Pflanzenernährung und ist im Rahmen von Forschungskooperationen mit einer Reihe von Partnern international gut vernetzt. Über das im November 2010 zusammen mit der Universität Göttingen gegründete IAPN werden nun die vorhandenen Ressourcen und Einzelprojekte gebündelt. Das IAPN fungiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und universitärer Forschung. Im Dialog zwischen Forschung und Praxis werden neue, praxisrelevante Fragestellungen und zukunftsträchtige Themen identifiziert. Und diese dann in konkreten Forschungsprojekten umgesetzt.

Das IAPN bildet eine Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis (links).
Es ist ein Private-Public-Partnership der K+S und der Georg-August-Universität Göttingen (rechts).

 

Das IAPN ist ein so genanntes Public-Private-Partnership zwischen der Georg-August-Universität Göttingen und der K+S. Das Institut ist organisatorisch und räumlich an das Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen angebunden und nach deutschen Wissenschaftsstandards international tätig.

Herausforderung Wissenstransfer

Neues, aber auch bereits bekanntes Wissen zur Pflanzenernährung zu verbreiten ist neben der Forschung eine zentrale Aufgabe des IAPN. Studierende der Universität Göttingen und Gastwissenschaftler, die später selbst Multiplikatorfunktionen wahrnehmen können, gehören zu den wichtigsten Zielgruppen. Der intensive Austausch zwischen IAPN und K+S stärkt die Kompetenz der Agronomen des Unternehmens, die weltweit beratend in der landwirtschaftlichen Praxis tätig sind. Mit den internationalen Symposien zu Magnesium in den Jahren 2012 und 2014 hat das IAPN wichtige Impulse für den interdisziplinären Austausch führender Magnesium-Wissenschaftler gesetzt.

 

In der Veranstaltungsreihe „IAPN im Dialog“ berichten Wissenschaftler und Praktiker über ihre Projekte im Themenbereich Pflanzenbau und Pflanzenernährung. Die international ausgerichteten Veranstaltungen richten sich an Studierende, Wissenschaftler und andere interessierte Personen.

Mehr über die Arbeit des IAPN lesen:

Kann der Anbau von Ölpalmen nachhaltig sein?

Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN): Universität Göttingen und K+S setzen Zusammenarbeit fort

Nachhaltige Produktivitätssteigerung für eine lebenswerte Zukunft

Zur Website des Institute of Applied Plant Nutrition – IAPN

 

Landwirtschaftliche Forschung und Beratung

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