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30.10.2019

Obstbau: Kalium erhöht die so bedeutende Frostresistenz

Im Erwerbsobstbau (Kern-, Stein- und Beerenobst) können Frost und insbesondere Spätfrostereignisse zu wirtschaftlichen Schäden führen. Sie entstehen durch den Eistod der Pflanzenzelle, bei dem die Zellmembran durch Eiskristalle zerstört wird. Ursache ist eine mangelnde Abhärtung der Obstbäume.

Eistod durch mangelnde Abhärtung

Eine Ursache für den Eistod in der Pflanzenzelle ist die mangelnde Abhärtung der Bäume. Eine erfolgreiche Abhärtung bedeutet die satte Einlagerung von osmotisch wirksamen Substanzen. Diese erhalten oder erhöhen sogar den Turgor, den Innendruck der Pflanzenzelle. Bei diesem Prozess spielen Assimilate aus der Photosynthese, z.B. Zucker, eine entscheidende Rolle. Dieser wird schon im Herbst, wenn die Obstbäume noch belaubt sind, eingelagert.

Natürlicher Frostschutz

Für die Bildung und Einlagerung von Zucker in die Zellen ist eine ausreichende Kaliumversorgung von hoher Bedeutung. Zucker wirkt, wie der Nährstoff Kalium, als Frostschutzmittel, da er den Gefrierpunkt des Zellsaftes um einige Grad (4 – 8° C) herabsetzen kann. Gleichzeitig sind beide Substanzen – Kalium und Zucker – osmotisch wirksam, sie erhöhen den Turgor und damit den Zellinnendruck. Eine Eisbildung im Zellinneren kann dadurch deutlich hinausgezögert werden.

Bodendüngung im Herbst und Blattdüngung bei Spätfrost

Für die Kaliumdüngung von Obstbäumen eignet sich der Bodendünger KALISOP. Er enthält 50 % Kalium in der für den Obstbau erforderlichen Sulfatform. Der Dünger ist natürlichen Ursprungs und auch im Ökolandbau zugelassen.

Ergänzend zur Bodendüngung kann die Anwendung eines Kaliumblattdüngers die Obstplantage vor einem vorhergesagten Spätfrostereignis – insbesondere in der sensiblen Blütezeit – und den daraus resultierenden Frostschäden bewahren.

Für die entgegenwirkende Blattapplikation werden 5 kg soluSOP 52 organic pro 100 l Wasser (also eine 5%ige Lösung) unmittelbar vor oder in der Frostnacht über die Anlagen gesprüht. Praxisversuche zeigen, dass bei dieser Anwendung keine Blütenschäden zu befürchten sind und der Schutzmechanismus vor Spätfrostschäden kurzfristig wirkt. Langfristig empfiehlt sich die Vorbeugung über eine gute Kaliumversorgung bereits im Herbst.

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